Viele Namen können dieselbe Wette sein
Unternehmen aus verschiedenen Branchen können von denselben Zinsen, Rohstoffen, Währungen, Regionen oder Konjunkturphasen abhängen. Diversifikation beginnt deshalb bei Ursachen und nicht bei der bloßen Positionszahl.
Korrelation ist nicht stabil
Historische Gleich- oder Gegenbewegung kann sich in Krisen verändern. Anlagen, die im Normalbetrieb unterschiedlich laufen, können bei Liquiditätsstress gemeinsam fallen. Szenarien ergänzen deshalb reine Korrelationswerte.
Streuung hat mehrere Ebenen
Einzelunternehmen, Branchen, Länder, Währungen, Anlageklassen und Zeitpunkte bilden unterschiedliche Ebenen. Breite Streuung reduziert spezifische Risiken, verhindert aber weder Marktrückgänge noch Verluste.
Die entscheidende Lernfrage
Welche Risiken sind wirklich verteilt – und welche scheinbar verschiedenen Positionen hängen am selben Treiber?
Zehn Aktien, aber 70 Prozent Technologierisiko
Ein Portfolio enthält zehn Namen. Sieben davon erwirtschaften den Großteil ihrer Erlöse mit ähnlichen digitalen Geschäftsmodellen und reagieren auf dieselben Zins- und Bewertungsfaktoren.
Diversifikation verhindert keine Verluste. Sie soll vermeiden, dass ein einzelner Fehler oder Risikotreiber das Ergebnis dominiert; allgemeine Marktrisiken bleiben bestehen.
ANNASortiere Positionen nicht nur nach Namen, sondern nach dem Grund, warum sie gleichzeitig fallen könnten.
AXELPrüfe Gewicht, Korrelation, gemeinsame Umsatzquellen, Finanzierung und Verhalten in mehreren Stressszenarien.
Vier-Punkte-Prüfung
Bevor du weitergehst.
- 01Unternehmen nach Risikotreibern gruppieren
- 02Sektor-, Länder- und Währungsgewichte berechnen
- 03Fondsüberschneidungen und indirekte Risiken prüfen
- 04Korrelationen mit konkreten Stressszenarien ergänzen
Offizielle Grundlagen
Zum Gegenprüfen.
ANNA & AXELS MERKSATZDiversifikation bedeutet unterschiedliche Risikotreiber – nicht nur unterschiedliche Namen im Depot.
Wissenscheck