Ein Stressfall braucht eine Ursache
Zinsschock, Rezession, Währungsbewegung, Rohstoffsprung oder Brancheneinbruch werden als zusammenhängende Veränderungen beschrieben. Jede Position erhält eine nachvollziehbare Reaktion statt eines beliebigen Abschlags.
Korrelation steigt oft im falschen Moment
In Krisen können mehrere Positionen gleichzeitig fallen und Liquidität verlieren. Direkte und indirekte Exponierungen, Fremdwährungen, Hebel und gemeinsame Risikotreiber werden deshalb zusammengeführt.
Der Test endet bei der Handlungsfähigkeit
Neben dem rechnerischen Verlust zählen Reserve, Nachschusspflichten, geplante Ausgaben und Rebalancing-Regeln. Das Ergebnis ist kein Kursziel, sondern eine Prüfung, ob Portfolio und persönlicher Plan unter Druck zusammenpassen.
Die entscheidende Lernfrage
Wie reagiert mein gesamtes Portfolio auf einen plausiblen schweren Stress – und bleibe ich handlungsfähig?
Vier Positionen im gemeinsamen Stress
Ein Portfolio besteht zu 40, 30, 20 und 10 Prozent aus vier Positionen. Im Szenario verlieren sie 35, 25, 20 und 10 Prozent.
Ein historischer Stresstest zeigt nicht den nächsten Krisenverlauf. Neue Kombinationen aus Inflation, Zinsen, Politik, Liquidität und Geschäftsrisiken können deutlich anders wirken.
ANNABeschreibe das Szenario so, dass jede Positionsreaktion verständlich bleibt.
AXELAddiere gewichtete Verluste, Korrelation, Liquidität, Hebel und persönlichen Kapitalbedarf zu einem gemeinsamen Test.
Vier-Punkte-Prüfung
Bevor du weitergehst.
- 01Plausibles Stressereignis und Zeithorizont definieren
- 02Reaktion und Gewicht jeder Position festlegen
- 03Gemeinsame Treiber, Währung und Liquidität ergänzen
- 04Reserve, Rebalancing und Handlungsregeln prüfen
Offizielle Grundlagen
Zum Gegenprüfen.
ANNA & AXELS MERKSATZEin Stresstest fragt nicht, was sicher passiert, sondern ob ein plausibler schwerer Fall tragbar bleibt.
Wissenscheck