Ergebnis braucht einen Ausgangswert

Eine Rendite setzt Gewinn oder Verlust ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital. Erst dadurch werden unterschiedlich große Anlagen vergleichbar. Zeitraum, Einzahlungen, Kosten und Ausschüttungen müssen zur gleichen Rechnung gehören.

Gesamtrendite statt Kursblick

Zur Gesamtrendite gehören Kursveränderungen und erhaltene Ausschüttungen. Gebühren und Steuern mindern das persönliche Ergebnis. Eine positive Kursentwicklung allein beschreibt deshalb noch nicht die tatsächlich erzielte Nettorendite.

Wiederanlage verstärkt – in beide Richtungen

Wiederangelegte Erträge können künftig weitere Erträge erzeugen. Bei Aktien sind Ertragsrate und Kurs aber nicht fest. Modellrechnungen müssen Annahmen offenlegen und dürfen Schwankungen oder Verluste nicht ausblenden.

Die entscheidende Lernfrage

Wie wird aus Kurs, Ausschüttung, Kosten und Zeit eine vergleichbare Rendite?

PRAXISBEISPIEL

1.000 Euro werden 1.080 Euro

Eine Anlage steigt innerhalb eines Jahres von 1.000 auf 1.050 Euro und zahlt 30 Euro Ausschüttung; Kosten und Steuern bleiben im Beispiel unberücksichtigt.

Typischer Denkfehler

Zehn Prozent Verlust und anschließend zehn Prozent Gewinn gleichen sich nicht aus. Aus 100 werden erst 90 und danach 99. Prozentänderungen beziehen sich jeweils auf eine neue Basis.

ANNARendite wird verständlich, wenn du zuerst Eurobeträge sammelst und dann durch den Ausgangswert teilst.
AXELVergleiche nur gleiche Zeiträume und kennzeichne, ob Kosten, Steuern und Wiederanlage enthalten sind.

Vier-Punkte-Prüfung

Bevor du weitergehst.

  1. 01Startwert und Zeitraum eindeutig festlegen
  2. 02Kursänderung und Ausschüttungen zusammenführen
  3. 03Kosten und Steuern getrennt ausweisen
  4. 04Wiederanlage als Annahme statt Versprechen kennzeichnen

Offizielle Grundlagen

Zum Gegenprüfen.

ANNA & AXELS MERKSATZRendite ist ein Verhältnis über einen Zeitraum – keine Garantie für die Zukunft.

Wissenscheck

Was gehört zu einer sauberen Gesamtrendite?

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