Modul 05 · 8 Min. Lesezeit
Rebalancing verstehen
Rebalancing bedeutet, eine veränderte Verteilung wieder an eine zuvor festgelegte Zielstruktur anzunähern. Das Konzept setzt voraus, dass Ziel, Grenzen, Kosten und steuerliche Folgen vorher verstanden wurden.
Der Kern in einem Satz
Wie Kursbewegungen eine ursprüngliche Verteilung verschieben und welche Fragen vor einer Anpassung wichtig sind.
Kurse verändern das Risikoprofil
Steigt eine Position stärker als andere, wächst ihr Anteil am Portfolio. Damit kann auch ihre Bedeutung für Risiko und Ergebnis größer werden – selbst ohne einen einzigen neuen Kauf.
Kalender oder Schwellenwert
Rebalancing lässt sich in festen Zeitabständen oder bei festgelegten Abweichungen prüfen. Beide Ansätze brauchen eine dokumentierte Regel; häufiges Handeln kann Kosten erhöhen.
Anpassen ist nicht gleich verkaufen
Neue Einzahlungen, Ausschüttungen oder Verkäufe verändern Gewichte auf unterschiedliche Weise. Welche Handlung passend ist, hängt von persönlicher Situation, Steuern und Kosten ab und gehört nicht in eine pauschale Empfehlung.
ANNA„Rebalancing beginnt mit einer klaren Zielstruktur – nicht mit dem Wunsch, ständig etwas zu tun.“
AXEL„Eine gute Regel legt vorab fest, wann nur geprüft und wann tatsächlich gehandelt wird.“
Prüffragen für dich
Vier Fragen, bevor du weitergehst.
- 01Gibt es überhaupt eine dokumentierte Zielstruktur?
- 02Welche Abweichung soll eine Prüfung auslösen?
- 03Welche Kosten und Steuern entstehen?
- 04Hat sich nur der Kurs oder auch die Investmentthese verändert?